Muttermale

Wann / Wo: Donnerstag, 1. Oktober, 18:30 Uhr, Ostpreußisches Landesmuseum Lüneburg, Eintritt 6 €
Kategorie: Lesung

Die vielfach ausgezeichnete Schriftstellerin Dagmar Leupold stellt am 1. Oktober im Ostpreußischen Landesmuseum ihren Roman „Muttermale“ (Jung und Jung, 2025) vor. Darin erzählt sie eindringlich von der schwierigen Beziehung mit ihrer Mutter.

Wie erzählt man von der eigenen Mutter? Von einer Frau, die vor über hundert Jahren in Ostpreußen geboren wurde, 1945 vor der Roten Armee in den Westen floh und dort ihr Leben lang eine Fremde blieb? Auch ihrer Tochter blieb sie fremd. Erst Jahre später versucht diese, das jahrzehntelange Schweigen der Mutter zu verstehen.

„Muttermale“ ist der Roman einer behutsamen Annäherung. Ausgehend von Fotografien, Gegenständen, Redewendungen und Erinnerungsfragmenten rekonstruiert Dagmar Leupold das Leben ihrer Mutter und legt dabei die Spuren eines nie überwundenen Traumas frei. Der Roman erzählt nicht nur von einer Mutter-Tochter-Beziehung, sondern auch von den langfristigen Folgen von Krieg, Flucht und Heimatverlust.

Dagmar Leupold wurde 1955 in Niederlahnstein, Rheinland-Pfalz, geboren. Sie studierte Germanistik, Philosophie und klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York. Von 2004 bis 2021 leitete sie das Studio Literatur und Theater der Universität Tübingen. Bereits 2004 widmete sie sich in dem Roman „Nach den Kriegen. Roman eines Lebens“ ihrem Vater, der aus Oberschlesien stammte. Für ihr Werk erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Literaturpreis der Stadt München. „Muttermale“ wurde für den Bayerischen Buchpreis nominiert.

Muttermale
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